Kerstin Pinger´s Erlebnisbericht

vom Yoga-Retreat LYKIA 2014

 

YAVAS - YAVAS - und ganz viel Yoga

Sieben Tage Yoga-Retreat im „Land des Lichtes“? Die Journalistin und Yogalehrerin Kerstin Pinger ist für YOGA DEUTSCHLAND dem Ruf des OMs an die Südküste der Türkei gefolgt und taucht beseelt und glücklich aus der Bucht von Adrasan wieder auf.

 

Das Paradies hat für mich ab heute einen Namen: Lykia. Rund 100 Kilometer westlich von Antalya erheben sich hier vor der lykischen Küste die gigantischen, Pinien bewaldeten Berge des Taurusgebirges; am Horizont das kristallklare Blau des Mittelmeers. Eben noch hat mir die heiße Luft am Flughafen fast den Atem verschlagen, jetzt stehe ich auf der großzügigen Terrasse des Gäste- und Seminarhauses und blicke hinunter auf die lichtdurchflutete Bucht von Adrasan und kann mein Glück kaum fassen.

 

Täglich zwei Stunden Yoga am Morgen und zwei am Abend gepaart mit viel Genuss und Lebensfreude, das ist wohl die Formel aus der das Schlaraffenland für Yogis geschaffen sein muss. Mit mir im Yoga-Retreat-Boot: Betti und meli aus Salzburg, Alex aus Düsseldorf, Kati aus Aachen und die Düsseldorferin Su, die seit zwei Jahren vor Ort lebt und ihr Büro am Rhein mit einer Messagebank am Mittelmeer getauscht hat.

 

Yoga unter freiem Himmel

Gleich drei Plattformen stehen uns für unsere Praxis zur Verfügung; eine schöner als die andere. Am frühen Morgen des ersten Tages begrüßt uns Astrid Jorden frohgelaunt auf der Surya-Plattform zu unserer ersten gemeinsamen "Trainingseinheit". Astrid ist unsere Yoga-Queen für diese Woche. Unter freiem Himmel, geschützt vom Blätterwald exotischer Bäume schöpfen wir - noch blass und gestresst vom deutschen Alltag - mal kraftvoll fordernd mal regenerativ meditativ neue Kraft.

 

Zum Ruf des Muezzins fließen wir längst im Vinyasa Flow stolz in den Krieger, atmen uns in den Hund zurück und balancieren mutig in die Krähe. "Den Mittelfinger auf 12 Uhr". Es fehlt uns an nichts. Gebettet auf hochwertigen Matten, gestützt von bunten Blöcken und Kissen, sinke ich von Tag zu Tag tiefer in jede Asana hinein. Jede Stunde ist anders, und baut doch aufeinander auf. "Ich lasse mich gerne inspirieren und setze für meine Retreats thematische Schwerpunkte", sagt sie. Dabei lässt sie so leicht und selbstverständlich Extrakte aus Yoga-Philosophie, Chakrenlehre und Anatomie in die Praxis einfließen, dass so ein Yogaprogramm zum Perlentauchen wird, aus dem ich mehr gewinne als Ruhe und Gelassenheit. Das laute Zirpen der Grillen klingt dabei wie Musik in meinen Ohren.

 

Langsam, langsam

Visionär und Gründer dieser einmaligen yogischen Landschaft ist Gürkan Ismael Güngör. Vor 8 Jahren begann der 33-Jährige zwischen Johannesbrotbäumen und Oleander seinen Garten Eden zu schaffen. Heute schmiegen sich seine Gästebungalows so unauffällig den Hügel hinab, dass sich Pflanzen- und Tierwelt scheinbar wild entfalten können. Herzstück ist das Haupthaus mit Swimming-Pool und Terrasse, wo Havana und Gülsüm dreimal am Tag für unser leibliches Wohl sorgen und der Strom an frischen Wassermelonen und Ingwerwasser nie versiegt. So authentisch der Ort für Yoga so selbstverständlich lebt man vegetarisch und auf Wunsch vegane Kost. Nur zum Abschied duftet es auch mal nach Fisch und Fleisch.

 

Wer hier allein reist, bleibt es nicht lange. Wer Stille braucht, bettet sich auf eine der typisch türkischen Kösks, Liegeinseln aus Holzplanken mit weichen Kissen, oder lässt ausgestreckt auf einer Hängematte seine Seele baumeln, ganz dem türkischen Lebensmotto folgend: yavas, yavas - langsam, langsam!

Gemeinsam mit seiner deutschen Freundin Nina Meißner, die seit vier Jahren das Gästehaus managt und selbst Yoga unterrichtet, leben außer uns anderen Gäste eine "Aktive Auszeit": mit sanften Yoga, Bootstour, Gebirgswanderung oder Hamam... - alles kann, nichts muss.

 

Uns fällt es am vierten Tag leicht zum Sonnenaufgang um 05:30 Uhr im Schneidersitz am Strand zu meditieren. Das Meer, die Sonne und Yoga lässt fünf Stadtkinder schweben.

Mein Fazit: In der passenden Umgebung, mit einer guten Yogalehrerin, hochwerzigen Hilfsmitteln und umsorgenden Gastgebern, gutem Essen, schöpft man auf eine ganz eigene Art neue Kraft für alles, was da kommt. Namaste!

 

Der Reiseveranstalter: Geschäftsführerin Sonja Miko von Indigourlaub überlässt nichts dem Zufall. Sie prüft jedes Angebot sorgfältig auf Herz und Nieren und legt Wert auf die Qualität der Yogalehrer. Entsprechend rundum betreut ist man als Gast www.indigourlaub.com

 

 

Die Yogalehrerin: Astrid Jorden unterrichtet u.a. Vinyasa Flow und Poweryoga in Aachen in ihrem eigenen Yogastudio ajstudio. Regelmäßig geht sie mit ihrem Reisepartner Indigourlauf auf Yoga-Reisen. Nächster Stopp Bali 13. - 26. Dezember 2014; nächster Stopp Lykia: 26.07. - 02.08.2015 www.astridjorden.de

 

 

Der Ort: Lykia war nicht nur das erste Yogaseminarhaus der Türkei, das Gäste- und Seminarzentrum hat sich in acht Jahren zum Mekka für Yogis und Yoginis entwickelt. Power Yoga Guru Bryan Kest beendet jährlich seine Europatournee, TV-Moderatorin Kerstin Linnartz kommt immer wieder gerne zurück. Ein Yogalehrer-Ausbildungsmodul in Lykia ist geplant. www.aktive-auszeit.de

 

 

Die Autorin: Dass Yoga glücklich macht, wusste Kerstin Pinger schon vor diesem Yoga-Retreat, dass die Magie eines Ortes die eigne Praxis um Längen vertieft, lässt sie mit Sicherheit zur Wiederholungstäterin werden www.kerstin-pinger.de

 

 


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